Dehnungsaufnehmer erfassen die lokale Dehnung an Maschinenteilen und ermöglichen damit die indirekte Kraftmessung im Bauteil. Die Messung erfolgt über eine integrierte DMS‑Vollbrücke, die die Verformung des Aufnehmers bei Belastung präzise registriert.
Sie werden eingesetzt, wenn Kräfte oder Verspannungen direkt am Bauteil überwacht werden sollen. Typische Einsatzbereiche sind die Förder‑ und Aufzugstechnik sowie die Überwachung von Verspannungen an Masten, Trägern und anderen Stahl‑ oder Aluminiumkonstruktionen.
Der Aufnehmer wird auf einer ebenen Werkstoffoberfläche angeschraubt. Eine separate DMS‑Applikation entfällt, da die Messstelle vollständig integriert ist. Geometrie und Werkstoffpaarung zwischen Aufnehmer und Bauteil beeinflussen das Signalverhalten, weshalb eine Erstkalibrierung unter typischen Umgebungsbedingungen empfohlen wird.
Die DMS‑Vollbrücke befindet sich in einer geschlossenen Messkammer, die mit einer hochelastischen Vergussmasse ausgefüllt ist. Diese schützt die Messstellen zuverlässig vor mechanischen und chemischen Einflüssen und sorgt für eine stabile Messfunktion im Betrieb.
Dehnungsaufnehmer sind für den Anschluss an Messverstärker vorgesehen. Der Schirm des Zuleitungskabels ist konstruktiv nicht mit der Oberfläche des Aufnehmers verbunden, um eine störungsfreie Signalführung zu unterstützen.
Über ein integriertes Kalibrierchecksignal kann der Nennausgang des Aufnehmers überprüft werden. Damit lässt sich die Funktion der gesamten Messkette – vom Aufnehmer über den Verstärker bis zur nachgeschalteten Elektronik – ohne mechanische Belastung kontrollieren.